VSHN-Strategietag 2016: Hummeln, Schmetterlinge und Bären

Tobias Brunner diskutiert

Wir VSHNeers haben es uns auf die Fahne geschrieben, uns laufend zu verbessern und dem sich verändernden Umfeld anzupassen. Deswegen veranstalten wir jährlich einen internen Strategietag, an dem über Erreichtes, Geplantes und Gewünschtes debattiert wird.

Nachdem wir den letztjährigen Strategietag im Segetenhaus in Witikon abhielten, zogen wir uns letzten Freitag zu den Bären in den Wildnispark Langenberg zurück. Um 8:30 Uhr trafen wir im Tierpark ein, behalfen uns zu Kaffee und Gipfeli und bezogen das „Hirschzimmer“ im ersten Stock über dem Restaurant. Als Erstes wurden die finanziellen Zahlen hinter dem Wachstum der letzten zwölf Monaten präsentiert, danach stellte Tobias Open Space vor.

Im vergangenen Jahr setzten wir auf eine professionelle Moderatorin, um durch den Strategietag und die dichte Agenda zu führen. Dieses Jahr wollten wir die Themenfindungen und Diskussionen offener gestalten. Tobias erfuhr von unserem Partner Puzzle ITC von Open Space, welche sie bereits erfolgreich angewendet hatten. Kurz zusammengefasst funktioniert Open Space folgendermassen:

  • Zu Beginn kann jeder Anwesende, der ein bestimmtes Thema bearbeiten möchte, sein Anliegen in ein, zwei Sätzen vorbringen und auf einem Post-It festhalten.
  • Wer Interesse an einer Sache bekundet, hält seine Hand hoch.
  • Aufgrund der Nachfrage werden die zu behandelnden Themen gesetzt.
  • Die jeweiligen Gruppen treffen sich zu den Diskussionsrunden.
  • Im Verlaufe des Tages finden drei Open Space-Sessions statt.
  • Am Ende des Tages treffen sich alle VSHNeers, um die Erkenntnisse und Lösungsansätze aus den Sessions im Plenum zu präsentiert.

Open Space unterliegt gewissen Prinzipien:

  • Egal wer teilnimmt; es sind die richtigen Leute: Es ist grundsätzlich belanglos, wer in einer Diskussionsgruppe vertreten ist und wie viele Teilnehmer diese hat. Wer ein Anliegen hat und dieses vorbringt, hat die Möglichkeit, dieses Thema voran zu treiben.

  • Egal was geschieht; es sollte geschehen: Die Diskussion kann auch vom eigentlichen Thema abschweifen.

  • Egal wann es beginnt; es ist die richtige Zeit dazu: Wichtig ist die Energie und nicht der Zeitplan. Sobald sich alle Teilnehmer an einem Ort einfinden, beginnt die jeweilige Open Space Session.

  • Vorbei ist vorbei: Sobald die Energie zu Neige geht oder nichts mehr zum Thema beigetragen wird, ist die Session abgeschlossen.

  • Gesetz der zwei Füsse: Falls ich als Teilnehmer von einem Thema weder profitieren noch dazu beitragen kann, verlasse ich die Gruppe, begebe mich zu einer anderen Gruppe oder beginne eine neue Session. Das führt dazu, dass es sogenannte „Hummeln“ gibt, welche umherfliegen und als Bindeglied zwischen den Sessions agieren. Auch „Schmetterlinge“ tauchen in den Open Space Sessions auf, flanieren und pausieren, sind einfach da und primär schön!

Die ersten Sessions wurden in Angriff genommen und alsbald waren alle VSHNeers in angeregte Gespräche vertieft.

Am Mittag verköstigten wir uns im Restaurant des Tierparks und erkundeten die Anlage. Bei prächtigem Sommerwetter konnten die Wildtiere beobachtet werden. Besonders die Wölfe und die drei Jungbären mit ihrer Mutter, welche sich im Wasser tummelten, hatten es uns angetan. Nach einem weiteren Kaffee und dem der Hitze geschuldeten Glacés nahmen wir zwei weitere Open Space-Sessions in Angriff.

Bären

Um 17:00 wurden die Erkenntnisse des Tages im Plenum diskutiert. Weitere Schritte zur Umsetzung der Lösungsansätze wurden definiert und die hierfür Verantwortlichen ernannt. Der Grundtenor zum diesjährigen Strategietag und zu Open Space war ausserordentlich positiv. Zumal gar gewünscht wurde, solche Strategietage bedeutend regelmässiger durchzuführen.

Kurz vor 18:00 genehmigten wir uns auf dem Kiesplatz vor dem Bärengehege unser wohlverdientes Feierabendbier. Wie zum Abschied drehten die Jungbären eine letzte Runde im Teich und verschwanden danach im Wald.

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